Kultur als Angstpuffer

ANGST VOR DEM TOD – und die Aktivierung der ‚kulturellen Angspuffer‘

Die Terror-Management-Theorie der amerikanischen Sozialpsychologen Greenberg, Pyszczynski und Solomon greift grundlegende Gedanken von Ernest Becker („The Denial of Death“) auf. Die Autoren entwickeln die Hypothese, dass der Selbstwert einer Person die Funktion eines kulturellen Angstpuffers hat, der das Individuum vor dem existenziellen Terror schützt, den das Wissen um die eigene Sterblichkeit potentiell beinhaltet:

„Die Terror-Management-Theorie besagt, dass das Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit (Mortalitätssalienz) eine lähmende Angst verursacht, die durch zwei Bewältigungsmechanismen unter Kontrolle gehalten wird, welche auch als „kulturelle Angstpuffer“ bezeichnet werden:

– Die kulturelle Weltanschauung: Diese kann durch Soziale Normen, höheren Sinn, Transzendenz oder die Hoffnung auf Unsterblichkeit eine Struktur und Wertestandards schaffen, die dem Individuum ein Gefühl von Sicherheit geben.
– Der Selbstwert: Dieser kann durch den Glauben an und eine Lebensführung nach den Wertestandards dieser Weltanschauung erworben werden und ist eine emotionale Ebene der Selbsterhaltung.“

Beobachten wir seit den Pariser Anschlägen nicht genau die Aktivierung dieser ‚Angstpuffer‘? Es war dasselbe in den USA nach 9/11. Überall alles voll von US-Fahnen etc.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terror-Management-Theorie

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