Aggressive Kinder

scham in der erziehungNiemand will es, doch fast allen passiert es: Eltern schreien ihre Kinder an, weil diese manchmal einfach nicht hören wollen. Kaum einem ist jedoch bewusst, welch gravierende Auswirkungen das Schreien auf die Entwicklung von Kindern hat.
Der Däne Jesper Juul zählt zu den bekanntesten Familientherapeuten. Er schrieb zahlreiche Bücher zu den Themen Erziehung, Familie und Pubertät. Er veröffentlichte unter anderem Titel wie „Nein aus Liebe“ und „Dein kompetentes Kind“.Im Vordergrund seiner Pädagogik stand stets der Begriff „Beziehung“, laut Juul sollten Kinder als kompetente, vollwertige Menschen wahrgenommen werden. Er befürwortete einen Erziehungsstil, in dem Eltern und Kinder gleichermaßen von ihrer jeweiligen Entwicklung profitieren können.

Im Jahr 2004 gründete Juul das Elternberatungsprojekt FamilyLab International, von dem mittlerweile selbstständige Beratungsabteilungen in zahlreichen Ländern Europas existieren, unter anderem in Deutschland, der Schweiz und Italien.

Juul erkrankte im Dezember 2012 an der neurologischen Erkrankung Transverse Myelitis, daraufhin verbrachte er 16 Monate im Krankenhaus. Erst im Mai 2014 kehrte er nach Hause zurück und erlangte nach und nach seine Fähigkeit zu schreiben und Sprechen wieder. Am 25. Juli verstarb er im Alter von 71 Jahren an einer Lungenentzündung.

Ein Kind wird nicht nur durch Schläge verletzt, sondern auch durch verletzende Worte

Vielen Eltern passiert es immer wieder. Sie werden in Stresssituationen laut, oder wenn die Kinder sie reizen. Untersuchungen haben gezeigt, dass es fast allen Eltern gelegentlich passiert. In einigen Familien ist das Schreien fester Bestandteil des Miteinanders.Den Wenigsten ist jedoch bewusst, welche gravierenden Auswirkungen dieses Verhalten auf Kinder haben kann.Dass man Kinder nicht körperlich verletzen darf – auch nicht mit einem gelegentlichen Klaps – ist hoffentlich inzwischen in den meisten Köpfen angekommen. Aber wie sieht es mit den unsichtbaren Verletzungen aus? Den Schrammen und Narben, die nie ganz verheilen und die eines Tages in Form von Depressionen und Angststörungen sichtbar werden?

Jesper Juul sagt: Es ist nie die Schuld der Kinder

Emotionaler Missbrauch hat mindestens genauso schlimme Auswirkungen auf ein Kind wie körperlicher – das ist durch Studien inzwischen gut belegt. Und was könnte verletzender sein als von den Eltern angeschrien zu werden?Schreie sind eine Form von Gewalt. Das lässt sich nicht länger leugnen. Sie sollten daher um jeden Preis verhindert werden.Um sie zu vermeiden, ist es für Eltern wichtig, sich einige Dinge bewusst zu machen. Häufig schätzen sie zum Beispiel den Entwicklungsstand eines Kindes falsch ein und reagieren gereizt, weil sie das Verhalten des Kindes für eine absichtliche Provokation halten.„Wenn wir dem Kind die Schuld geben, kränken wir seine persönliche Integrität und reduzieren seine Lebenstauglichkeit”, schreibt Familientherapeut Jesper Juul in seinem Buch “4 Werte, die Kinder ein Leben lang tragen”.Kinder, die in bestimmten Lebensphasen zum Beispiel besonders trotzig sind, tun dies nicht aus bösem Willen oder um die Eltern zu ärgern. Es handelt sich vielmehr um eine natürliche Entwicklung, die nötig ist, um sich als Individuum zu entwickeln.„In diesem Alter brauchen Kinder Eltern, die sie wertschätzen und anleiten. Diese Phase ist entscheidend für das Kind, um neue Fertigkeiten, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu entwickeln.Sie ist auch wichtig für die Herausbildung des Charakters und die Qualität der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Betrachten Sie die wachsende Unabhängigkeit Ihres Kindes als Geschenk – nicht als Problem”, schreibt Juul in einer Kolumne für den „Standard“.Missverständnisse entstehen auch oft, weil den wenigsten Eltern bewusst ist, dass Kinder erst mit durchschnittlich vier Jahren den Meilenstein des Perspektivwechsels erreichen.Erst dann können sie sich nämlich in die Gefühlswelt der Eltern hineinversetzen. Das heißt, dass ein Kind vorher nicht nachvollziehen kann, dass ein bestimmtes Verhalten von ihm ausgelöst hat, dass Mama oder Papa wütend geworden sind.

Kinder, die angeschrien werden, verhalten sich auffällig

US-Psychologen der University of Pittsburgh fanden 2013 heraus, dass Jugendliche, die regelmäßig von ihren Eltern angeschrien, beleidigt oder herabgesetzt werden, häufiger zu Depressionen neigen als andere Kinder. Außerdem lügen und stehlen sie häufiger und verhalten sich aggressiver.„Die Annahme, dass harsche Disziplin ohne Konsequenzen bleibt, solange es nur eine starke Eltern-Kind-Beziehung gibt, ist irreführend”, fasste Ming-Te Wang, der die Studie leitete, die Ergebnisse zusammen.

Auch gelegentliches Schreien richtet Schaden an

„Wenn man schreit, verletzt man das Selbstwertgefühl des Kindes. Es gibt ihm das Gefühl, dass es untauglich, wertlos und unbrauchbar ist”, sagte er dem „Wall Street Journal”.„Auch wenn Eltern nur ab und zu zu harter, verbaler Disziplin greifen, können sie Schaden anrichten”, sagte Wang in einer Pressemitteilung. „Selbst wenn sie Ihr Kind normalerweise unterstützen, ist es immer noch schlecht, wenn sie die Fassung verlieren.”

Emotionale Gewalt hat die gleichen Folgen wie körperliche Gewalt

Ein Jahr nachdem Wang seine Ergebnisse veröffentlicht hatte, stellte Joseph Spinazzola eine Studie vor, die ebenfalls belegt, dass emotionaler Missbrauch – also Beschimpfungen, Schreie, Beleidigungen – erheblichen Schaden anrichten kann.Spinazzola wertete die Daten von mehr als 5000 Kindern aus. Dazu gehörten neben psychischem Missbrauch wie emotionaler Vernachlässigung auch körperliche und sexuelle Missbrauchsfälle. Die Ergebnisse veröffentlichte er in der Fachzeitschrift „Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy”Spinazzola fand heraus, dass Kinder, die Opfer von emotionaler Gewalt geworden waren, genauso häufig unter Depressionen, Angstzuständen, Suizidgedanken, geringem Selbstbewusstsein und posttraumatischen Stresssymptomen litten wie gleichaltrige Kinder, die körperliche Misshandlung erlebt hatten.

Schreie prägen das kindliche Gehirn

Kinder sind besonders anfällig für jede Form von Gewalt, denn ihr Gehirn befindet sich mitten in der Entwicklung. Was sie in der Kindheit erleben, prägt ihre Gehirnstruktur. Das haben Forscher der Harvard University bereits vor Jahren herausgefunden.„Die Veränderungen sind nicht nur auf physische und sexuelle Gewalt beschränkt; es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass auch verbale Angriffe die Art verändern, wie das Gehirn sich vernetzt”, sagt Martin Teicher, der die Studie leitete.

Schreien bringt sowieso nichts

Wer seine Kinder nicht länger anschreien möchte, dem hilft vielleicht auch der Gedanke, dass das Schreien ohnehin nicht hilft. Im Gegenteil: Geschriene Forderungen werden von Kindern sogar noch schlechter aufgenommen als freundlich formulierte.„Wissenschaftliche Untersuchen zeigen, dass das kindliche Gehirn mit Emotionen wie Angst und Schrecken überflutet wird, wenn ein Kind angeschrien wird. Und diese Emotionen lösen ein Stress-Level aus, das das Lernen in dem Moment blockiert“, sagte Kinderpsychologin Eva Lazar gegenüber Northjersey.com.„Alles, was die Kinder hören, ist eine laute Stimme. Sie verarbeiten jedoch nicht die Botschaft, die die Eltern gerne vermitteln möchten.“Trotzdem sind auch Eltern nur Menschen. Und egal wie sehr man sein Kind liebt – jedem kann mal etwas herausrutschen, das so nicht gemeint war. Und das ist in Ordnung:“Kinder brauchen echte und emotionale Menschen um sich”, sagt Juul. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie überreagiert haben, und übernehmen Sie die Verantwortung dafür. Und dann vergeben Sie sich selber.”videoQuelle: FOCUS

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Das Ende unseres jetzigen Zivilisationsmodells? Was tun?

Erdzerstörer

Arte Doku ‚Die Erdzerstörer‘

„Der Anstieg des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Polkappen stehen symptomatisch für einen Prozess, der unaufhaltsam scheint. Regierungen und multinationale Konzerne werden immer öfter als Verantwortliche ausgemacht: Umweltorganisationen reichen Petitionen ein und berühmte Persönlichkeiten rufen zum Handeln auf. Forscher veröffentlichen erschreckende Zahlen: Seit Beginn des Industriezeitalters wurden über 1.400 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gepumpt. Die biologische Vielfalt ging rapide zurück, und Prognosen sprechen von 250 Millionen bis eine Milliarde Klimaflüchtlingen – hochgerechnet bis ins Jahr 2050. Bis 2100 werden auf knapp 40 Prozent der Erdoberfläche Bedingungen herrschen, mit denen kein lebender Organismus des blauen Planeten je konfrontiert wurde. Würde man die Lebensdauer der Erde auf 24 Stunden herunterbrechen, so entwickelte sich der Homo habilis in der allerletzten Minute; das Holozän – die letzten 10.000 Jahre – entspräche der letzten Viertelsekunde und das Industriezeitalter den zwei letzten Tausendstelsekunden. In dieser kurzen Zeit hat der Mensch eine so immense Kraft entwickelt, dass er die Macht über das System Erde übernehmen konnte. „Die Erdzerstörer“ entstand in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftshistorikern Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz. Die Autoren werfen einen kompromisslosen Blick auf die letzten 200 Jahre des Industriekapitalismus: Sie erzählen vom Abbau der fossilen Brennstoffe, der Erfindung des Automobils, der Kernkraft und dem Massenkonsum; vom Imperialismus, von Kriegen, vom Wachstum der Städte, von industrieller Landwirtschaft und von Globalisierung. Die Sendung möchte auch zeigen, wer für all das verantwortlich ist. Denn die Schuld an der Umweltkrise trägt nicht die Menschheit an sich – historisch gesehen trifft sie nur eine kleine Minderheit, als erstes Nordamerikaner und Europäer. Die reichsten 20 Prozent der Erdenbürger sind die schlimmsten CO2-Sünder, und ein Fünftel der Weltbevölkerung pflegt heute die verschwenderische Lebensweise, die sich bereits ab dem frühen 19. Jahrhundert im Bürgertum von Industrieländern und Kolonialmächten entwickelte.“

Siehe auch:

Klimawandel – naturwissenschaftliche Grundlagen

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Bildung versus Wissen…..

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Und jetzt ein Erkundungsversuch in Veränderung……

Ein Team von Menschen, das Schule verändern will. Fünf junge Berliner*innen, die Führung übernehmen und die Rolle der Lehrkraft erforschen. Ein Jahr Ausprobieren und Nachdenken, was es braucht: Damit Bildung im neuen Jahrtausend ankommt. Und alle Beteiligten zu den Menschen werden können, die sie eigentlich sein wollen.

Regie, Drehbuch, Konzeption: Maike Plath
Schnitt, Bildbearbeitung, Motion Design: Moritz Degen
Kamera: Sinan Özmen
Projektleitung: Stefanie López
Assistenz der Projektleitung: Verena Pieper

Siehe auch: Demütigung in der Schule

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Gekonnt Grenzen setzen

Eine ‚Schulinterne Lehrerfortbildung‘ (SCHILF)

Schilf Gekonnt Grenzen setzen

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On the difference between a problem and a paradox

“The root of the word ‘problem’ is a Greek word whose meaning is ‘to put forward’. Indeed, this is the essential significance of the word, i.e. to put forward for discussion or questioning an idea that is suggested toward the resolution of certain difficulties or inadequacies. Thus, if one needs to reach a certain destination, one may suggest taking a train, and one can discuss the problem of meeting the train on time, paying for the ticket, etc. Similarly, sailing ships were seen to be a slow and unreliable means of transport, and so men put forth the idea of driving ships by steam, thus giving rise to the problem of how to realise this idea technically and to carry it out practically. More generally, it is clear that a large part of our practical and technical activities are centred on work aimed at solving a wide range of such problems. ‘to put forward’.

However, when one puts forth an idea in the form of a problem, there are certain largely tacit and implicit presuppositions which must be satisfied if the activity is to make sense. Among these is, of course, the assumption that the questions raised are rational and free of contradiction. Sometimes, without our noticing it, we accept absurd problems with false or selfcontradictory presuppositions. In the practical and technical realm, however, we can usually sooner or later detect that our question is absurd, and we then drop the ‘problem’ as meaningless. Thus, for a long time, people sought to invent a machine capable of perpetual motion, but with the development of scientific understanding it became clear that this would be in contradiction of the basic laws of physics, and so the search for such a machine has ceased.

All of this is fairly clear in the practical and technical domain. But now, what is to be done when one goes on to consider psychological problems and  problems of human relationship? Does it make sense to formulate problems of such a kind? Or is this domain not one in which the presuppositions behind the questions put forth for discussion are false, self-contradictory, and absurd?  What is to be done when one goes on to consider psychological problems and problems of human relationship? Does it make sense to formulate problems of such a kind? Or is this domain not one in which the presuppositions behind the questions put forth for discussion are false, self-contradictory, and absurd?

…………..

More generally, one can say that when something goes wrong  psychologically, it is confusing to describe the resulting situation as a  ‘problem’. Rather, it would be better to say that one was confronted by a  paradox.

In the case of the man who is susceptible to flattery, the paradox is that he apparently knows and understands the absolute need to be honest with oneself and yet he feels an even stronger ‘need’ to deceive himself when this helps to release him from an unbearable sense of inadequacy and to substitute instead a sense of inward rightness and well-being. What is called for in such a case is not some procedure that ‘solves his problem’.

Rather, it is to pause and to give attention to the fact that his thinking and feeling is dominated, through and through, by a set of selfcontradictory demands or ‘needs’ so that as long as such thinking and feeling prevail, there is no way to put things right. It takes a great deal of energy and seriousness to ‘stay with’ an awareness of this fact, rather than to ‘escape’ by allowing the mind to dart into some other subject, or otherwise lose awareness of the actual state of affairs. Such attention, going immensely beyond what is merely verbal or intellectual, can actually bring the root of the paradox into awareness, and thus the paradox dissolves when its nullity and absurdity are clearly seen, felt and understood.

……

It has to be emphasised, however, that as long as a paradox is treated as a problem, it can never be dissolved. On the contrary, the ‘problem’ can do nothing but grow and proliferate in ever increasing confusion. For it is an essential feature of thought that once the mind accepts a problem, then it is appropriate for the brain to keep on working until it finds a solution. This feature is indeed necessary for proper rational thinking. Thus, if a person were confronted by a real problem (e.g, the need to obtain food) and dropped it before it was adequately solved, the result could be disastrous. In any case, such a mode of operation would indicate an unhealthy flightiness or lack of seriousness. On the other hand, if the mind treats a paradox as if it were a real problem, then, since the paradox has no ‘solution’, the mind is caught in the paradox forever. Each apparent solution is found to be inadequate, and only leads on to new questions of a yet more muddled nature. Thus, a paradox which has taken root early in life (e.g., that arising out of a situation in which a child is made to feel a sense of inadequacy) may continue for the whole of a person’s life, always changing in detail, growing more and more confused, but remaining the same in essence. And when the person becomes  aware of the disorder in his mind, but describes this disorder as a problem,  then this very step makes the activity around the paradox both more intense  and more confused. Clearly, then, it is important to see the difference between a problem and a paradox, and to respond to each of these in a way that is appropriate to it.” – David Bohm

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Situational Understanding

Situational Awareness (SA)

SA is almost immediate understanding and problem solving – ‘almost’, because there’s a lot of processing involved behind the scenes, on our unconscious machinery. It is, of course, to us, „apparently immediate“. Situation understanding as intuition is always meaningful; it is always filled with meaning. This is in stark contrast to those that define intuition as „immediate knowledge“. The word knowledge does not begin to convey the meaning that’s involved in an intuitive realization.

Where does that meaning come from? Shortly, from the explosion of connotations.We never think about a „triangle“ in isolation. What does a „mental“ triangle look like? Does it look like a triangle in your brain? Does it look like a triangular pattern of neuron firings? No, it doesn’t. It’s just a regular type of neuron firing. So how can we have an abstract visualization of something like a triangle (or an atom, an kangaroo, or a skyscraper)? The answer is that we activate a concept in our brain; but that activation is not the key to meaning; the key is what it does. We activate the concept triangle, and a host of connotations explodes, each with another concept and its own associated connotations: pointy things, the number three, polygons, line segments, closed figures, geometry, Pythagoras, angles, pyramids, the triumvirate, and so forth.

These awakened, associated, concepts, are what create meaning. Not the word. Not the definition. Words and definitions are meaningless — that’s why mathematics is hard.

The whole problem with the symbolic school of cognitive science and Artificial Intelligence has been to place their faith on clear definitions; words (symbols) and definitions (procedural knowledge). Clear definitions are great in a proper context, but hey, that’s not the way our minds work.

Whenever we think and reason, intuition is the guiding force. If reason is the captain of the mental ship, then intuition is the singing mermaid, who attracts us towards a certain information-processing trajectory (and not others). For very experienced people, that trajectory usually is a great one to follow; for they know where the bad mermaids usually are singing, and instantly avoid them. For the rest of us, we’ll just go along for the ride, and see whether or not the pathway is a dead-end.

Reasoning is drawing and following the ‚right distinctions‘, making a difference, where a difference has to be made. Abstractions!

“A difference is a very peculiar and obscure concept. It is certainly not a thing or an event. This piece of paper is different from the wood of this lectern. There are many differences between them—of color, texture, shape, etc. But if we start to ask about the localization of those differences, we get into trouble. Obviously the difference between the paper and the wood is not in the paper; it is obviously not in the wood; it is obviously not in the space between them, and it is obviously not in the time between them. (Difference which occurs across time is what we call „change.“)

A difference, then, is an abstract matter.

In the hard sciences, effects are, in general, caused by rather concrete conditions or events—impacts, forces, and so forth. But when you enter the world of communication, organization, etc., you leave behind that whole world in which effects are brought about by forces and impacts and energy exchange. You enter a world in which „effects“—and I am not sure one should still use the same word— are brought about by differences. That is, they are brought about by the sort of „thing“ that gets onto the map from the territory. This is difference.

Difference travels from the wood and paper into my retina. It then gets picked up and worked on by this fancy piece of computing machinery in my head.”

Source: Gregory Bateson, Steps to an ecology of mind, p. 458f

► Who asks about the ‘nature’ of ‘something’ we call ‘difference’? Bateson asks, using language. Doing so he presupposes our tacit understanding of the concept ‘difference’, isn’t it? Otherwise we could not understand his question, put in ordinary language. So there exists some basic understanding of the concept ‘difference’ in each one of us, and this can’t be otherwise, because all mental processes are grounded in the duality of ‘similarities’ and ‘differences’, the ongoing process of emerging ‘gestalten’ (different ‘wholes’ and their defining ‘parts’), of the difference of a meaningful ‘gestalt’ emerging from an apparently meaningless background (‘noise’) . Our minds function by way of producing such basic polarities.

A difference, then, is not an abstract matter, but a matter of abstraction: producing differences is the essence of the process of mental mapping, mental mapping of the ‘world’, with ‘world’ as the spontaneous appearing of what could be called ‘phenomenal territory’. Differences in the phenomenal world don’t “travel from the wood and paper into my retina”, because in the ‘trinity of observation’ (observer, observing, the observed) the actuality of observing, and the actuality of the observer and the observed are only ‘different’ aspects of an unbroken whole: spontaneous movements in consciousness. Conscious differences are more or less ‘well abstracted aspects’, abstracted from this phenomenal ‘holomovement’ – and stored in memory. They make for re-cgnition, for conceptual handling of the world. Concepts are ‘units of functioning’, which in their totality constitute the phenomenal world, with the whole phenomenal world seen as spontaneous movements in consciousness. Not in ‘my’ consciousness, but in CONSCIOUSNESS.

Bateson definitely got an inkling of an ‘unbroken mind’, a mind functioning ecologically; but he tried to define that ‘objectively’ (mind is ‘complex matter’) and subjectively (‘art, dreams, religion’). So he remained within the typical framework of a ‘scientist’!

But one can’t understand the ‘higher’ (consciousness) from the viewpoint of the ‘lower’ (‘body-centered-mind’).

So there is a simple rule: to solve problems go as high up stream as possible.

„Recently we had a large mud slide come down in our back yard. The shifting mud diverted a mountain stream into our back yard. We spent a couple of days attempting to
divert the stream so that it would not wash away our driveway (we were successful). – An important lesson was learned during this event about solutions. Initially we attempted to create a sandbag dike across our driveway and were marginally successful. Then we discovered that if we headed further upstream a small amount of work would create a much greater result. A few shovels full of dirt and some rocks placed higher along the hillside shifted the flow much more effectively than any effort we were extending lower down.
This experience has led me to create a simple rule: to solve problems go as high up stream as possible.“

See also:

On the difference between a problem and a paradox

Go where the heart of the problem lies

Divergente und konvergente Probleme

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You are – the ‚problem‘

„It is in the very nature of knowledge that it’s incomplete, and when it’s extended we will find that we make a mistake. Now the point is, knowledge is the whole function, not just one item. The function of knowledge is to admit your mistake, drop it, and learn, right?
You could say that where man took a wrong turn was, he got a
certain kind of knowledge which was not only a mistake but which led him to make more mistakes to justify this mistake and hold on to it. That was where he began to go wrong, and where he’s continually going wrong. We make a certain mistake about ourselves. Why is it so hard for a person to say, “I’ve made a mistake on an important point”? He doesn’t say, “I’ve made a mistake.” No, he says, “Somebody else made a mistake,” or “It wasn’t a mistake.” So he makes a second mistake and a third mistake and a fourth; it goes on piling up.“ – The essential DAVID BOHM, p. 288

„With words we are able to fix and stabilize things and this is why the idea of impermanence is unreal to us. We cannot make sense of ‘from the beginning not a thing is.’“ A.Low

Conceptualization is the beginning of our minds. Hence we believe … ‚from the beginning things are‘, and there must be a ‚creator of things‘. Logical, isn’t it?

„The first principle is that you must not fool yourself — and you are the easiest person to fool“ – Richard Feynman, Cargo Cult Science

Space and time are – mental categories, mental constructions. They co-emerge with the I – concept. From what do they emerge? Is this a wrong  question? Yes. Our language fools us. Because of that time is the one of the most elusive and mysterious concepts that philosophers and scientists have grappled with throughout the history of mankind.

The common-sense view:  time is split into past, present and future.

But…….

Nagarjuna (in his ‚Mulamadhyamakakarikas‘) argues if the „parts“ of time would have own-being, the conception of time quickly loses its coherence. If „the past“ is considered to produce „the present“ and „the future,“ the latter two parts would be already „in“ the past and could therefore not be properly said to have separate being. On the other hand, if the present and the future are separate from the past, then their very unconnectedness leaves them uncaused, independent and without reference to the past. But since the very notions of present and future imply a relation to the past, this is self-contradictory. Therefore, the present and future do not exist. Neither identity with nor difference from the past is sufficient to establish the reality of the present and future.

So what?

It is all here – now.

Take your time and get acquainted with that. Who/what are you?

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