Obsession & Professionalität

Von Martin Krusche

Ich bin Autor. Das hat einen zentralen Angelpunkt. Ich bin Lyriker. Das ist ein Genre der Kunst. Damit fülle ich nicht alle Tage meines Arbeitslebens. Damit läßt sich mein Brot nicht verdienen. Aber es macht den Kern meines Daseins als Künstler aus. Daher ist diese Obsession in andere Disziplinen eingebettet. Ich hab für eine Romantisierung meines Berufes nichts übrig. Ich mißtraue einem Begriff wie Berufung. Was ich mache und was ich lebe ist weder Sinnstiftungs-Institut für andere Menschen, noch Dekorationsgeschäft für die Repräsentationskultur eines nach Distinktion dürstenden Bildungsbürgertums.
Ich verbinde Obsession und Professionalität mit einigen anderen Aspekten eines Daseins. Das ist eine Variante von vielen unterschiedlichen Lebenskonzepten, mit denen man Künstlerin oder Künstler ist.

Es ist also mein Beruf und meine Leidenschaft. Ich schätze es, wie im alten Handwerk üblich, eine Sache um ihrer selbst willen gut zu machen. Ich brauche dabei ein anregendes geistiges Leben, das ich mit inspirierten Menschen teile. Die finde ich auch in Autowerkstätten und entlegenen Schuppen, in Büros und kleinen Geschäften, in jedem denkbaren Milieu. Die Natur streut solche Gaben blind aus.


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