Im Kellerstöckl

2

Südburgenland………

„Some events help purify the mind and some stain it, adding more confusion.”

In einem ‚Kellerstöckl‘ ist beides möglich……..

„What is a viable alternative to ‘I can do it’?  How can you see into what is really meaningful?  What is really worthwhile?

Most people do not know that there can be an end to pain.  Does that mean an absence of pain? Awakening is the end of that sense that I am something and that something is pain. There is nothing to do, just be. The condition of timeless perfection, to which nothing can be added and nothing taken away, is your state right now.“

Unter Kellerstöckl versteht man in Österreich ein landwirtschaftlich genutztes Gebäude, vornehmlich in Weinbaugebieten.

Kellerstöckl wurden in sehr schräger Hanglage errichtet, dabei sind die Keller selbst oft weit in den dahinterliegenden Hang vorgetrieben. Der Name leitet sich vom Keller, dem wesentlichen Teil des Gebäudes her, auf dem ein einfaches, meist nur einräumiges Stockwerk errichtet wurde, das als Aufenthalts- und Schlafraum für die Arbeiter im Weinberg diente. Die Kellerstöckl wurden traditionell als massive Blockholzbauten mit Lehmverputz ausgeführt, um die für die Lagerung des Weines notwendigen Temperaturen zu gewährleisten. Der Raum unter dem spitzgiebeligen Dach, der Boden, diente als Lager- und Trocknungsraum für verschiedene Lebensmittel.

Die Keller selbst waren meist zweigeteilt: Der vordere Kellerteil wurde als Arbeits- und Pressraum verwendet, während der hintere, oft auch noch um einige Stufen tiefergelegte Teil des Kellers der eigentlich Gär- und Lagerkeller war.

Heute werden die meisten Kellerstöckl als Ferienwohnungen adaptiert.

Sommerlager

Uhudler – der Wein

Die Meinungen über das von zahlreichen Weinliebhabern mit Kultstatus geadelte, jedenfalls erfrischende, „Getränk“, gehen quer durch die Weingärten und Weinkeller. Während die einen die Nase wegen seiner geradlinigenden, oftmals nach Waldbeeren duftenden „Blume“ rümpfen, brechen andere nahezu in Begeisterungsstürme gerade deshalb und wegen des fruchtigen und nicht selten mit einer kräftigen Portion Säure ausgestatteten Rebensaftes aus.

Ins Blickfeld der Öffentlichkeit ist der Uhudler in jüngster Zeit wegen der Debatte und der darauf basierender Entscheidung des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments gerückt, den Anbau des Uhudlers in der EU zu untersagen. Ausgenommen davon sind das Burgenland und Teile der Steiermark, dort wird er übrigens als „Heckenklescher“ bezeichnet. Seit über hundert Jahren werden Uhudler-Weine aber auch -Frizzante aus Direkträgern produziert – und finden immer mehr Absatz. In Österreich ist die Existenz des Uhudlers seit der Klassifizierung durch ein burgenländisches Landesgesetz gesichert. Der Siegeszug des Uhudlers aus dem Burgenland und des Heckenkleschers aus der Steiermark kann damit ungebremst weitergehen.

Resistent gegen Reblaus & Co.

Die Selbstträger waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die Antwort auf die nahezu flächendeckende Vernichtung der Weinkulturen in Europa durch die Reblaus. Und gerade gegen diese erwiesen sich die aus den USA importierten, wurzelechten Weinstöcke als Rettung des Weinbaus. Durch das Pfropfen auf ausreichend reblausresistenten Unterlagsreben war es letztlich möglich, die europäischen Sorten zu erhalten. Die Fans der Direktträger betonen zudem, dass diese nicht nur gegen die Reblaus, sondern auch andere Schädlinge und Krankheiten gut gewappnet wären.

Das Anbaugebiet des Uhudlers ist auf das Südburgenland konzentriert. Er wird in einem relativ kleinen Gebiet – vor allem in den Bezirken Jennersdorf und Güssing – angebaut. Zentren sind die Gemeinden Heiligenbrunn (Bezirk Güssing) und Eltendorf (Bezirk Jennersdorf) sowie Moschendorf (Bezirk Güssing). Das Anbaugebiet umfasst nur rund 100 Hektar. Zum Vergleich: Wiens Rebflächen weisen 620 Hektar auf. Neben Weinen und Schaumweinen werden aus den Uhudlertrauben fruchtige Säfte, milde Essige, Schokoladen, Marmeladen und sogar aus den Traubenkernen Pflegecremen hergestellt.

Uhudler

Wer mit dem Uhudler nähere Bekanntschaft machen will, ist gut beraten, nicht zuletzt seinem Anbaugebiet einen Besuch abzustatten. In der lieblichen Landschaft des Südburgenlands gilt die Gemeinde Heiligenbrunn  als DIE Uhudler-Destination. Wegen der jahrhundertealten, zum Großteil erhaltenen und oftmals sorgfältig restaurierten so genannten Kellertöckln, in denen die Trauben gepresst und der Wein aufbewahrt wurden und teilweise auch heute noch werden, ist das Ensemble äußerst sehenswert. Die etwa 150 Presshäuser und Kellerstöckeln präsentieren sich ein einzigartiges Ensemble. Die meisten von ihnen sind Holzblockbauten und stehen auf gestampftem Lehmboden. Sie sind mit Lehm-Strohhäcksel-Gemisch verputzt und mit Kalkmilch geweißt.

Quellen:

https://kulturfuechsin.com/at/uhudler/
https://albertlow.wordpress.com/2020/06/25/just-be/

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s