Ein ‚starker Wille‘ ist ein von Gewohnheiten ‚freier Wille‘

Dichtern wird man in der Stille gerecht

„Dass man sich an alles gewöhnt, daran gewöhnt man sich.  Man nennt das gewöhnlich  einen Lernprozess.“ – Hans-Magnus Enzensberger

„Gewohnheitsmuster sind wie Schienen oder Bachbetten: unsere Lebensenergie bewegt sich auf diesen vorgeprägten ‚Bahnen‘. Wenn es uns nicht gelingt, zumindest für einen kurzen Augenblick vor dem Handeln, diesen Automatismus zu unterbrechen, sind wir dazu verurteilt, unser konditioniertes Verhalten ununterbrochen zu wiederholen. Halten wir aber unser Reagieren für eine Weile in Achtsamkeit zurück, dann tun sich ganz neue Möglichkeiten auf.“ – Meredith Page

“Erfahrung ist nicht, was uns widerfährt, Erfahrung ist, was wir aus dem machen, was uns zustößt.” – Aldous Huxley

„Sehen lernen, so wie ich es verstehe, ist beinahe Das, was die unphilosophische Sprechweise den starken Willen nennt: das Wesentliche daran ist gerade, nicht »wollen«, die Entscheidung aussetzen können. Alle Ungeistigkeit, alle Gemeinheit beruht auf dem Unvermögen, einem Reize Widerstand zu leisten: – man muß reagiren, man folgt jedem Impulse.“ – Friedrich Nietzsche

‘Du bist die einzige Person, welche Dir Zeit geben kann.‘ Dieser Satz bringt in mir etwas zum Schwingen. Ja, tatsächlich: niemand sonst kann einem ‚Zeit geben‘. Das ist wirklich fundamental: Lernen, sich Zeit zu nehmen.” – Walter Carrington

„Alle menschlichen Fehler sind Ungeduld, ein vorzeitiges Abbrechen des Methodischen, ein scheinbares Einpfählen der scheinbaren Sache.“ – Franz Kafka

„Das menschliche Leben ist so gemacht, dass es nur erträglich ist, wenn wir uns über seine Mängel hinwegtäuschen. Diejenigen aber, welche jede Selbsttäuschung zurückweisen, ohne jedoch gegen ihr ‚Schicksal‘ zu rebellieren, enden schließlich an einem Ort außerhalb von Raum und Zeit, welcher ihnen erlaubt, das Leben so zu nehmen, wie es kommt.“ – Simone Weil

„Die Wirklichkeit hat keinen Inhalt und keine Form. Daher kann sie auch nicht erkannt werden. Für gewöhnlich sieht man sich aber um und sagt, ‚Der Raum hier ist doch sicherlich wirklich. Mit Sicherheit ist der Inhalt dieses Raums wirklich‘. Nein! Dieser ‘Inhalt’ ist nur das, was Du gerade in ihn hineinsiehst. ‚In Wirklichkeit‘ ist das, womit Du wahrnehmen kannst, das, was wirklich ‚wirklich‘ ist. Genehmige Dir also die Möglichkeit und wirf Dich selber mit Haut und Haar in die Suche nach dem Ursprung von allem und jedem, jenseits aller Reize und Anschaulichkeit, nach dem dem Urgrund, welcher von außen betrachtet nichts als Dunkelheit und Stille ist.“  – Albert Low

 

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