Resting in the grace of the world….

Peace of wild things....

„Leben ohne Wahrheit ist unmöglich.“ – Franz Kafka

 

Man muss klar und deutlich spüren können, dass unsere Daseinsnöte (‚die Absurdität unserer Existenz‘) notwendig für uns sind; notwendig, um uns aufzuwecken. Woraus? Um uns aufzuwecken aus unseren existentiellen Alpträumen. Wir  verwechseln nämlich unser persönliches  phänomenales Sein mit unserem tatsächlichen Sein: einzig diese Verwechslung ist Ursache all unserer Alpträume.

Erleben der größten existentiellen Nöte, einhergehend mit erwachender Einsicht in die Absurditäten unserer Art in der Welt zu sein  – von uns objektivierend gesehen als ‚Absurditäten der Existenz‘, als ‚Sinnlosigkeit alles Seins‘  – treiben uns in unerträgliche Engen und Ausweglosigkeiten (‚impasse‘) – und damit über uns selbst hinaus. Was uns als größte Not erscheint, nämlich unsere Ohnmacht angesichts der Sinnlosigkeit alles Seins bzw. der Ausweglosigkeit von Lebenslagen, ist letztlich das einzige Mittel unserer Errettung aus unserem unverstandenen Verfallensein in falsche Welt- und Selbstansichten.

Die zeitlose Wahrheit wirkt in der Sphäre des phänomenalen Seins nämlich in Form der Dialektik von Not und Notwendigkeit: unausweichlich gerät nämlich jeder früher oder später in scheinbar unauflösbare existentielle Widersprüche (Nöte, Notlagen). Erst wenn wir diese ‚bitteren Kelche‘ zur Gänze austrinken, uns ganz von der Not ergreifen lassen, erfassen wir als Notleidende das, was uns unsere Not gebietet zu tun: das Notwendige. Und dieses Begreifen führt uns dann zum Tun des Notwendigen. Dieses Tun, und nur dieses, macht uns endgültig wach, bereit für das Empfangen der (zeitlos gültigen) Wahrheit.

So und nicht anders funktioniert das Wirken der kognitiv unerkennbaren ‚absoluten Wahrheit‘ im Bereich des raumzeitlich Relativen (des Phänomenalen). Wissenschaftlichem Erkennen  muss diese Dialektik daher als ‚Ordnung als Chaos‘ und ‚Chaos als Ordnung‘ erscheinen, als das Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit: sie versucht zu erfassen, wie aus Zufall notwendige Ordnung entsteht und alle notwendig erscheinende Ordnung letztlich zufällig begründet erscheint.

Es kann gar nicht anders sein.

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