Scham und Selbstbild

„Half of the harm that is done in this world is due to people who want to feel important. They do not mean to do harm. They are absorbed in the endless struggle to think well of themselves.“–   T. S. Eliot

Das ‚Selbstbild‘ ist eine durch und durch sozial und kulturell vermittelte Instanz.

Es scheint aber sinnvoll und wichtig, zwischen ‚Selbstempfinden‘ und ‚Selbstbild‘ zu unterscheiden. Der medizinische Fachausdruck für ‚Selbstempfinden‘ lautet ‚Propriozeption‘ oder ‚Eigenempfindung‘*:

Der Säuglingsforscher Daniel Stern beschreibt die Entwicklung des Selbst als ‚geschichtet‘ :Jeder Bereich des Selbstempfin­dens entstehe schrittweise, setzte sich fort und beeinflusste dabei die Entwicklung der nächsten Bereiche, so dass alles Erlebte und alles im sozio-affektiven Bereich Erworbene lebenslang erhalten bleibt. Stern ist der Auffassung, dass „die Differenzierung zwischen dem Selbst und der / dem Anderen mit der Ge­burt oder sogar noch früher beginnt“. Demzufolge sieht Stern nicht die Separation sondern den Aufbau von Bindungen zu anderen Menschen als die wesentliche Entwicklungsaufgabe eines Säuglings.

Meine Vermutung und Hypothese, die ich hier etwas näher ausführen möchte, lautet: Selbstbilder dienen über weite Strecken der Abwehr und Bewältigung des Erlebens früher und tiefsitzender Beschämungeserlebnisse.

Was aber ist mit ‚Scham‘ gemeint? Und wie funktioniert Beschämung im Kontext der Entwicklung von Selbstempfinden? Antwortversuch: Wenn der Säugling in seinen Entwicklungsnotwendigkeiten nicht ausreichend auf empathische Resonanz stößt, dann gelingt ihm selten eine gelingender und befriedigender Selbst- und Weltbezug. Sein Selbstempfinden wird instabil, brüchig und schwankend. Sobald das Kleinkind ‚ich‘ sagen kann, sich also seines Selbstempfindens bewusst wird, wird es sich auch seiner Defizite bewusst, ohne unmittelbar etwas dagegen ‚tun‘ zu können: und genau das macht ‚Scham‘ aus.

Und die mit dieser Selbstreflexivität allmählich einsetzende Disposition zum Schamempfinden wird dann kulturell benützt, um die im kindlichen Bewusstsein sich herausbildenden ‚Selbstbilder‘ sozial einprägsam zu festigen. Am nachhaltigsten wirken dabei ‚Beschämungsstrategien‘, welche den Kleinkindern signalisieren, dass die für sie lebensnotwendigen Bindungen bedroht sind, wenn sie den ‚Rollen-Erwartungen‘ der versorgenden Großen nicht entsprechen. Bedrohlicher und beschämender ‚Liebesentzug‘ bei ‚Fehlverhalten‘ des Kindes! Wir belegen diese Vorgänge mit den ‚neutralen‘ Ausdrücken ‚Erziehung‘, ‚Sozialisation‘, ‚Enkulturation‘ des ‚polymorph perversen Triebwesens Kleinkind‘.

„Das Selbst wird in der Scham als infrage gestellt erlebt, oder genauer: das Selbstbild, an das sich Erwartungen knüpfen und welches in dieser Hinsicht nicht unbedingt vollständig als (letztlich nicht in Gänze realisierbares) Ideal, aber doch als positiv besetztes Selbstbild vorauszusetzen ist. Dieses Selbstbild verbürgt Anerkennung. In der Scham dominiert, ausgehend von der im Moment empfundenen Enttäuschung dieser Erwartungen, die Überzeugung, dass diese prinzipiell unrealistisch sind, man sich also nicht nur mit der vermeintlichen Notwendigkeit konfrontiert sieht, das eigene Selbstbild zu korrigieren, sondern dies auch noch in einem Aspekt zu tun, der von gehobener Relevanz für das Selbst ist. Zugleich wird die Anerkennung, die das Individuum mit diesem Aspekt verknüpft sieht, im Moment der Scham als verloren empfunden.“

Wenn das zutrifft, was sich eine Dissertantin* zum Thema Scham und Selbstbild gedacht hat, dann würde auch schlagartig klar, warum ‚Kritik‘ am ‚Selbstbild‘ so dramatisch erlebt wir und für die meisten Menschen so ‚beschämend‘ ist: die ganze frühe und dramatische Beschämungsgeschichte wird wieder ins Bewusstsein gehoben und ‚aktualisiert‘. Die ältesten und frühesten Hilflosigkeitserlebnisse und die damit einhergehenden Panikzustände werden angesprochen. Waren diese Prägungen aber eher schwach und primär von erfolgreichen Lösungen der vorbewussten Konflikte des Selbst- und Weltempfindens begleitet, dann wird eine Infragestellung des ‚Selbstbilds‘ nicht als dramatisches Ereignis erlebt werden. – Nichts ist verloren, ganz und gar nicht, man ist nur wieder mal in einer neuen, wichtigen und spannenden Lernsituation!

Voraussetzung für Scham ist die Fähigkeit zur ‚Selbstbespiegelung‘, also zur reflexiven Wahrnehmung seiner ‚Selbst‘ im Spiegel der Bewusstheit. Ohne Bewusstheit kein ‚Spiegel‘ und kein ‚Selbst‘: im Tiefschlaf, in Ohnmacht und Koma schämt man sich nicht, weil diese kognitiv-emotionalen Aktionen/Reaktionen nicht aktiv sind.

Scham also als die ‚Erschütterung‘ zentraler Aspekte des ‚Selbstbilds‘, welches ja in seiner Hauptfunktion der ‚Schamabwehr‘ dient. Jeder Beschämte steckt aber in einer Zwickmühle: das, wofür er sich selbst hält, erkennt er als defizitär, ohne daran aber etwas ändern zu können. ‚Und das da, das soll wirklich ich sein?‘ Tiefster Selbstzweifel, ja pure Verzweiflung werden so geschaffen und genährt! Solch intensives Schamerleben setzt aber bereits ein ausgeprägtes ‚Selbstbild‘ voraus. Aber auch umgekehrt: Ohne Beschämung besteht keine Notwendigkeit, Selbstbilder zu entwickeln. Denn ein in Achtsamkeit entwickeltes Selbstempfinden würde durchaus zur erfolgreichen Bewältigung all der alltäglichen Anforderungen ausreichen.

Der bekannte US – Psychologe Albert Ellis betont genau diesen Aspekt. Nichts sei leichter zu erschüttern als ein ‚positives Selbstbild‘, sagt er. Er machte auf die ‚toxischen Wirkungen’ des allseits geheiligten ‚Selbstwerts‘ aufmerksam:

Wenn man ständig um den Selbstwert seiner ICH-AG besorgt ist, dann könnte man ein solches Verhalten metaphorisch auf folgende Weise beschreiben: In einer Kammer unseres Bewusstseins sitze ein nervöser kleiner Buchhalter. Seine Aufgabe ist, tagtäglich den aktuellen Wert der Firma – also unserer Person – zu errechnen. Penibel vergleicht er Soll und Haben. Er vermerkt die Ausgaben für Erfolg, Ansehen und Aussehen. Und er verbucht die Eingänge wie Anerkennung oder Ablehnung, Lob oder Tadel, Distinktionsgewinne oder Statusverluste. Die Bilanz meldet er über eine Standleitung und in Echtzeit an die Zentrale. Die reagiert auf den Gang der Geschäfte mit einem sehr sensiblen Gefühl – dem Selbstwertgefühl.

Wie stabil kann eine Selbstwertbilanz sein, und wovon hängt es ab, ob jemand eine andauernd gute Meinung von sich hat? Das ist vor allem eine Frage der Maßstäbe: Die wichtigsten sind Ich-Ideale, Leistungsvorgaben, Lebensziele, Statuswünsche. Fast jeder Mensch kennt den Schmerz, unter den eigenen (oder fremden) Erwartungen geblieben zu sein. Jeder weiß zwar: Nobody is perfect, und doch ist das Selbstwertgefühl bei den meisten Menschen leicht zu erschüttern. Wer heute vor Selbstbewusstsein fast schwebt, kann schon morgen am Boden zerstört sein. Und wenn jemand tatsächlich sehr, sehr überzeugt von sich selbst ist, und zwar immer, hat sich der innere Buchhalter wahrscheinlich verrechnet oder gar Luftbuchungen gemacht. Das ist dann genau die Geschäftsgrundlage derer, die wir ‚narzisstisch gestörte Persönlichkeiten‘ nennen – und auch als solche erleben.

Statt solcher Kalkulationen und Selbstbildorientierung schlägt Ellis die Entwicklung folgender Überzeugungen vor (als rational haltbarere und wirksamere Ausformungen von Selbstempfinden und Selbstwirksamkeit als es Selbstwert- und Selbstbildorientierung sind). Ich führe sie hier an, nur um zu zeigen, dass es alternative Zugänge gibt, und nicht um diesen Zugang das Wort zu reden (er hat auch seine großartigen Schwächen und inneren Widersprüche!). Aber die Umkehrung der vorherrschenden Sichtweise mag wohl fürs Erste mal sehr hilfreich sein:

  1. Die Vorstellung, es sei eine dringende Notwendigkeit, dass Erwachsene von jemandem geliebt werden und zwar für nahezu alles, was sie tun – statt sich also auf ihren Selbstrespekt zu konzentrieren, für praktische Zwecke Anerkennung zu ernten; statt sich darauf zu konzentrieren, dass sie selbst jemandem Liebe zeigen, statt selbst geliebt werden zu wollen.
  2. Die Vorstellung, bestimmte Handlungen seien fürchterlich oder schlecht, und dass Menschen, die solche Handlungen vollziehen verachtet werden müssen – statt der Vorstellung, dass bestimmte Handlungen unsinnig oder antisozial sind, und dass Menschen, die so handeln, sich dumm, ignorant oder neurotisch verhalten und Hilfe benötigen, damit sie sich ändern. Wenn Menschen sich schlecht verhalten, macht das niemanden zu einem verachtenswerten Individuum.
  3. Die Vorstellung, es sei entsetzlich, wenn die Dinge anders sind, als wir das gerne möchten – statt der Vorstellung, dass die Lage gar nicht so schlimm ist, dass wir widrige Umstände zu ändern oder in den Griff zu bekommen versuchen, so dass sie zufriedenstellender sind, und wenn das nicht möglich ist, sollten wir das lieber vorübergehend hinnehmen und uns in ehrenhafter Weise damit abfinden, dass die Dinge nun mal so sind.
  4. Die Vorstellung, menschliches Unglück sei immer von außen verursacht und werde uns von außen stehenden Menschen und Ereignissen aufgezwungen – statt der Vorstellung, dass eine Neurose zu einem großen Teil durch unsere Sichtweise unglücklicher Umstände verursacht wird.
  5. Die Vorstellung, dass wir uns fürchterlich aufregen sollten, wenn etwas gefährlich ist oder sein könnte – statt der Vorstellung, dass man der möglichen Gefahr besser offen ins Gesicht blickt und sie zunächst als ungefährlich einstuft, und wenn das nicht möglich ist, das Unvermeidliche einfach akzeptiert.
  6. Die Vorstellung, es sei einfacher, die Schwierigkeiten des Lebens und die Eigenverantwortlichkeiten zu meiden, als sich ihnen zu stellen – statt der Vorstellung, dass der so genannte einfache Weg sich letztlich doch oft als der härtere herausstellt.
  7. Die Vorstellung, dass wir unbedingt etwas bräuchten, das größer und stärker ist als wir selbst, damit wir uns darauf verlassen können – statt der Vorstellung, dass es besser ist, das Risiko unabhängigen Denkens und Handelns einzugehen.
  8. Die Vorstellung, wir müssten in jeder erdenklichen Hinsicht überaus kompetent, intelligent und erfolgreich sein – statt der Vorstellung, dass wir besser manches wirklich gut machen, statt immer und überall gut sein zu müssen, dass wir uns selbst als ein recht unvollkommenes Wesen akzeptieren, das wie alle anderen Menschen seine Grenzen und individuellen Schwächen hat.
  9. Die Vorstellung, etwas, das uns in unserem Leben einmal sehr stark beeinflusst hat, werde unendlichen Einfluss auf uns ausüben – statt der Vorstellung, dass wir aus vergangenen Erfahrungen lernen und uns nicht übermäßig mit ihnen beschäftigen oder Vorurteile daraus entwickeln müssen.
  10. Die Vorstellung, wir müssten eine bestimmte und perfekte Kontrolle über die Dinge ausüben – statt der Vorstellung, dass die Welt voller Wahrscheinlichkeiten und Zufälle steckt und dass wir das Leben dennoch genießen können.
  11. Die Vorstellung, menschliches Glück könne durch Trägheit und Untätigkeit herbeigeführt werden – statt der Vorstellung, dass wir am glücklichsten sind, wenn wir uns vital in kreative Unternehmungen vertiefen, oder wenn wir uns Menschen und Projekten außerhalb unserer selbst widmen.
  12. Die Vorstellung, wir hätten keinerlei Einfluss auf unsere Emotionen und könnten nicht anders, als uns von den Dingen gestört zu fühlen – statt der Vorstellung, dass wir reale Kontrolle über unsere destruktiven Empfindungen haben, wenn wir uns nur entschließen, die „musturbatory hypotheses“ zu ändern, die wir häufig dazu gebrauchen, derartige Emotionen zu erzeugen.

 

Aber der Zeitgeist geht heute ganz und gar in Richtung Imagepflege und Selbstwertsteigerung: Und diese Prägungen sitzen tief und werden institutionell verstärkt.

Der Einzelne bekommt heute immer mehr Verantwortung, die er aber alleine nicht mehr zu tragen vermag. Versagensängste, Scham- und Schuldgefühle sind die Folge!

Man konzentriert sich dann auf das, was man unter Kontrolle bringen zu können glaubt. Sei’s das Auto auf der Autobahn, der eigene Hund, die eigene Frau, das eigene Kind, die Schüler in der Schulklasse…..was auch immer! Geistige Engführung als Bewältigungsstrategie in Überforderungssituationen.

Die heute allenthalben dominierende ‚Kompetenzorientierung‘ stabilisiert den angekratzten Selbstwert – sofern man erfolgreich ist. Daher der ständige Druck, erfolgreich sein zu müssen. Man muss sich’s und den anderen beweisen: und das sieht dann aus wie Egoismus. Und das ist auch der sozial geforderte Egozentrismus.

Der Gemeinsinn bricht zusammen. Die Höflichkeit und Freundlichkeit. Die existentielle Sicherheit nimmt ab. Man kann niemand ‚direkt‘ verantwortlich machen, es ist das systematische Zusammenspiel, es sind die Spielregeln, welche diesen ‚kollektiven‘ Wahnsinn produzieren und reproduzieren.

Was fehlt? Liebe, Empathie, Mitgefühl, Ambiguitätstoleranz*, innere Ruhe:

„Sein Herz wandelt dort, wo das LEBEN Einklang der Dinge schafft. Er sieht die große Einheit und sieht hinweg über die Unvollkommenheit….. Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht im fließenden Wasser, sondern im stillen Wasser.“ – Tschuang Tse

Das Selbstbild des Menschen, welches immer zugleich auch sein Weltbild ist, d.h. sein Bild von der ihn umgebenden Welt, kann nur mit einem stillen Geist wahrgenommen werden. Alles andere ist verzerrte Wahrnehmung.

Wir leben aber heute in einer Zeit weitestgehender Verzerrung dessen, was der Fall ist. Daher der allgemeine Frust, die zunehmende Angst und Unfreundlichkeit, die ganz rasch in Feindlichkeit umschlagen kann. Auch in Feindlichkeit gegen sich selbst (wir nennen das dann ‚Autoaggresivität‘).

Abschließend sei Marianne Gronemeyer zitiert. Kürzlich (Anfang Juni 2014) hat sie zum Thema ‚Dem Konsumismus trotzen! – Das Abseits als wirtlicher Ort‘ folgendes angemerkt:

„Daseinsgrenzen erfahren wir als Unzulänglichkeiten, als Makel und Defizite, die uns daran hindern, das Beste aus uns zu machen. Und ganze Heerscharen von Dienstleistern versprechen, uns Daseinskrüppeln doch noch zur ‚best performance’ zu verhelfen, für teures Geld, versteht sich. Dabei sind unsere Begrenzungen vielleicht das Beste an uns. Mehr als unseren Talenten verdanken wir ihnen unsere Einzigartigkeit; oder vielleicht dieser jeweils besonderen Mischung aus Begrenzung und Begabung, die jeder/jede einzelne von uns verkörpert. Auf unsere Beschränkungen auf je eigene Weise zu antworten, mit ihnen und nicht gegen sie zu leben, darin könnte Lebenskunst bestehen. Der Unterschied zu den Sachzwängen ist hoffentlich deutlich. Auf Sachzwänge kann man nicht antworten. Mit ihnen kann man sich auch nicht anfreunden. Ihnen ist man ausgeliefert. Ich müsste lernen, die eigenen Begrenztheiten gut leiden zu können und sie als meine Lebensaufgabe, als das mit mir Gemeinte anzunehmen– so wie ich zu jemandem, dem ich wohlgesonnen bin, sage: „Ich kann dich gut leiden. Ja, natürlich, ich leide an dir, immer wieder einmal: Aber um deinetwillen und weil du es bist, kann ich es gut.“

Tatsächlich erlebe ich mich als defizitär ja nur, weil ich mich in dieser oder jener Hinsicht an den Normalitätsstandards vergehe. Aber wer setzt die? Wer macht aus meiner Eigenart ein Normalitätsmanko? Es sind machtvolle Expertenkasten, die dekretieren, was in einer Gesellschaft als normal zu gelten hat und was als intolerable Abweichung, die behandelt werden muss. Ihre Macht zu erkennen, ohne sie anzuerkennen, darauf käme es an.“

Ja, d’accord. Darauf käme es an.

Wie aber können wir uns diese Freiheit heute nehmen? Das ist das eigentliche Thema, wenn es um Selbstwirksamkeit und Selbstachtung geht; wenn es um das geht, was man ein ‚realistisches Selbst- und Fremdbild‘ nennt.

Dieser veränderte und vertiefte Blick auf das Thema Selbstbild / Fremdbild könnte da ein recht guter Beginn sein, d.h. lernen und üben, sich selbst und andere ‚gut leiden zu können‘.

Und was für eine Aufgabe das ist*!!!!

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* Propriozeption oder Propriorezeption (von lateinisch proprius „eigen“ und recipere „aufnehmen“) bezeichnet die Wahrnehmung von Körperbewegung und -lage im Raum bzw. der Lage/Stellung einzelner Körperteile zueinander. Es handelt sich somit um eine Eigenempfindung. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Propriozeption

* Rita Werden, Schamkultur und Schuldkultur. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., Sommersemester 2013

* Ambiguitätstoleranz (v. lat. ambiguitas „Zweideutigkeit“, „Doppelsinn“), teilweise auch als Unsicherheits- oder Ungewissheitstoleranz bezeichnet, ist die Fähigkeit, Ambiguitäten, also Widersprüchlichkeiten, kulturell bedingte Unterschiede oder mehrdeutige Informationen, die schwer verständlich oder sogar inakzeptabel erscheinen, wahrzunehmen und nicht negativ oder – häufig bei kulturell bedingten Unterschieden – vorbehaltlos positiv zu bewerten. – http://de.wikipedia.org/wiki/Ambiguit%C3%A4tstoleranz

* Dazu Erich Fromm in ‚Die Kunst des Liebens‘: ‘Das Bewusstsein der menschlichen Getrenntheit ohne die Wiedervereinigung durch die Liebe ist die Quelle der Scham. Und ist gleichzeitig die Quelle von Schuldgefühl und Angst.“

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